Start Forschung "Forschungsprojekt EVALO – Eröffnung von Anpassungsfähigkeit für lebendige Orte"

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"Forschungsprojekt EVALO – Eröffnung von Anpassungsfähigkeit für lebendige Orte"
Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Zeitraum: 2001 / 2004
im Rahmen des Forschungsprogramms "Bauen und Wohnen im 21. Jahrhundert" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Teilprojekt "Möglichkeiten für Lebensorte und Arbeitsorte"
Die Lehre aus dem heute in der Krise befindlichen Städtebau der Moderne ist vor allem, dass Bebauung und Stadtquartiere variabel organisiert sein müssen, um möglichst vielen verschiedenen Lebensphasen und Arbeitssituationen Platz bieten zu können. Im Rahmen des Forschungsprojektes "EVALO – Eröffnung von Anpassungsfähigkeit für lebendige Orte" wurde daher die Qualität der Anpassungsfähigkeit von Stadtquartieren in den Mittelpunkt gestellt. Das Projekt wurde in 7 Teilprojekten mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten (Stadt und Kommunikation, Kinder in der Stadt, städtische Subsistenz, Bildung und Stadt, Nahversorgung, Integration, Lebensorte-Arbeitsorte) bearbeitet. Kooperationspartner waren die Universität Kassel, Universität Bremen, Universität Hohenheim, das ILS-Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, Dortmund, Weeber und Partner, Stuttgart sowie p+t, Bremen.

Der wesentliche Schwerpunkt des Teilprojektes "Möglichkeiten für Lebensorte und Arbeitsorte", das von unserem Büro bearbeitet wurde, lag auf der Frage der Nutzbarkeit städtischer Strukturen für unterschiedliche Lebens- und Arbeitssituationen. Die Spannbreite unterschiedlicher Arbeitsstätten und Nutzungen im Quartier zur selben Zeit bzw. im Laufe der Jahrzehnte gibt einen Einblick in die Variationsmöglichkeiten des Gebrauchs im Bestand. Aus Kontinuität und Wandel können Möglichkeiten der Anpassung verschiedener Bau- und Freiraumorganisationen an den jeweiligen Bedarf herausgelesen werden. Die Frage wurde exemplarisch an vier Stadtquartieren (Tübingen-Unterstadt, Bremen-östliche Vorstadt, Kassel-Vorderer Westen, Halle/Saale-Paulusviertel) bearbeitet. Mit der Kasernenkonversion Tübingen-Loretto Areal und Französisches Viertel wurde zum Vergleich der Ansatz der 'neuen Mischung' eingeführt.
Die Untersuchung wurde in drei Arbeitsschritten durchgeführt:

– Untersuchung der Gebrauchsqualitäten von Bau- und Freiraumorganisation
– Zählung, Systematisierung und Darstellung der aktuell vorhandenen Arbeitsstätten
– Erstellen von 'Quartiersbiographien' anhand vorhandener Daten zu ehemaligen und aktuellen Arbeitsstätten.

Aus den drei Arbeitsschritten wurden gemeinsame Prinzipien anpassungsfähiger Stadtquartiere erarbeitet. Ausgehend davon wurden Handlungsansätze zur Übertragung für Neuplanungen von Siedlungen bzw. Modernisierungen im Siedlungsbestand formuliert.

Evalo_Arbeitsstaetten_plusDie Arbeitsstättenkartierung in Bremen-östliche Vorstadt erfolgte zeitgleich mit einer Arbeitsstättenkartierung in Bremen-Ostertor, die vom IAW – Institut für Arbeit und Wirtschaft im Rahmen des Forschungsbereiches "Stadt 2030 – Zeiten der Stadt" (Bundesministerium für Wirtschaft und Technik) durchgeführt wurde.

In Kooperation mit dem IAW – Institut für Arbeit und Wirtschaft wurde eine gemeinsame Karte zum Bestand in Bremen-Ostertor und Bremen-östliche Vorstadt erstellt (Stand 2003).